Entnahmerechner: Wie lange trägt dein Depot?
Ob dein Depot dein Leben trägt, hängt nicht von der Rendite allein ab, sondern von der Entnahme. Ein Entnahmerechner zeigt, wie viel du monatlich entnehmen kannst, ohne dass dir das Kapital vorzeitig ausgeht.
Was ist ein Entnahmerechner?
Ein Entnahmerechner beantwortet eine einfache, aber entscheidende Frage: Wie viel Geld kann ich regelmäßig aus meinem Depot nehmen, ohne es aufzubrauchen? Dafür verbindet er vier Größen — dein Startkapital, die erwartete Rendite, die Inflation und deinen Zeithorizont.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Ansparphase, in der du einzahlst, und der Entnahmephase, in der du entnimmst. Genau in der Entnahmephase entscheidet sich, ob dein Plan trägt — denn hier wirken sich schlechte Marktjahre besonders stark aus.
Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt?
Es gibt zwei grundsätzliche Strategien:
- Kapitalverzehr (Aufbrauchen): Du planst eine feste Dauer und lebst das Depot bis zu einem gewünschten Zielrestkapital auf. Das erlaubt höhere Entnahmen, endet aber per Definition irgendwann.
- Kapitalerhalt (ewige Rente): Du entnimmst nur die laufenden Erträge und lässt das Kapital unangetastet. Das entspricht häufig einer niedrigeren, dafür dauerhaft tragfähigen Entnahme.
Welche Variante passt, ist keine Geschmacksfrage, sondern folgt aus deinem Ziel: Willst du dein Vermögen bewusst aufbrauchen, oder möchtest du es für Erben oder spätere Jahre erhalten?
Welche Entnahmerate ist sicher?
Die Entnahmerate (auch SWR, Safe Withdrawal Rate) ist der Anteil des Depots, den du pro Jahr entnimmst. In der Diskussion gelten rund 3 bis 4 Prozent als langfristig tragfähig. Diese Zahl ist jedoch keine Garantie: Sie hängt von der tatsächlichen Rendite, der Inflation und der Anlagedauer ab.
Eine niedrigere Entnahmerate erhöht die Sicherheit, senkt aber dein monatliches Einkommen. Der Entnahmerechner macht diesen Zielkonflikt sichtbar, statt ihn zu verstecken.
Inflation und gesetzliche Rente nicht vergessen
Zwei Effekte werden in einfachen Rechnungen oft ignoriert. Erstens die Inflation: 2.000 € monatlich reichen in 20 Jahren deutlich weniger weit als heute. Zweitens die gesetzliche Rente: Sie erhöht dein Einkommen in der Entnahmephase und senkt damit den Betrag, den dein Depot beisteuern muss.
Warum Monte-Carlo mehr zeigt als eine starre Rechnung
Eine klassische Rechnung nimmt eine feste Durchschnittsrendite an und liefert ein einziges Ergebnis. Das verschweigt das eigentliche Risiko: die Reihenfolge der Renditen. Ein Crash kurz nach Beginn der Entnahmephase wiegt schwerer als derselbe Crash zehn Jahre später.
Monte-Carlo simuliert deshalb viele mögliche Verläufe und zeigt, in welchem Anteil der Fälle dein Plan aufgeht. Statt „Es klappt“ liest du „Es klappt in 87 % der simulierten Fälle“ — eine ehrlichere Grundlage für deine Entscheidung.
Beispielrechnung
Ein Depot mit 5 % erwarteter Rendite, 3,5 % Entnahmerate und 2 % Inflation, geplant über 30 Jahre:
Beispiel mit Sparplan-ETF · 5 % Rendite · 3,5 % Entnahme. Rein informativ, keine Anlageberatung.
So rechnest du deine Entnahme in Kontiro
Kontiro verbindet den Entnahmerechner direkt mit deinem echten Depot. Du importierst deine Abrechnungen, siehst deine tatsächliche Rendite — und rechnest daraus Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt, mit Inflation, gesetzlicher Rente und Monte-Carlo.
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Jetzt startenHäufige Fragen
Was ist eine sichere Entnahmerate?
Die Entnahmerate ist der Anteil deines Depots, den du jährlich entnimmst. In der Literatur werden rund 3 bis 4 Prozent als langfristig tragfähig diskutiert. Eine Garantie ist das nicht — die tatsächlich sichere Rate hängt von Rendite, Inflation und Anlagedauer ab.
Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt — was ist besser?
Beim Kapitalverzehr lebst du das Depot über eine feste Dauer auf. Beim Kapitalerhalt entnimmst du nur die Erträge, sodass das Kapital dauerhaft erhalten bleibt. Welche Variante passt, hängt von deinem Zielrestkapital und deinem Zeithorizont ab.
Warum ist Monte-Carlo besser als eine feste Renditeannahme?
Eine starre Rechnung mit einer einzigen Durchschnittsrendite verschweigt das Risiko ungünstiger Marktphasen. Monte-Carlo simuliert viele mögliche Verläufe und zeigt, in welchem Anteil der Fälle dein Plan aufgeht.
Kontiro ist kein Anlageberater und gibt keine Anlageempfehlungen. Alle Berechnungen sind rein informativ.